1887

Aegidius Aurelianensis

Quaestiones super De generatione et corruptione

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Abstract

Obwohl nach der Verurteilung von 1277 der Lateinische Averroismus als eigenständige Schule verschwand, entstanden dennoch in den Jahren zwischen 1280 und 1300 in Paris neue Aristoteles-Kommentare, die ein lebhaftes Interesse für heterodoxe aristotelische Lehren bezeugen. Heute kennen wir mehr als zehn handschriftlich überlieferte Texte, die von diesem Geist geprägt sind. Nur zwei Autoren sind bisher namentlich bekannt: Ferrandus Hispanus und Aegidius von Orleans; keine einzige der genannten Schriften wurde bisher ediert. Die <i>Quaestiones super De generatione et corruptione</i> des Aegidius von Orleans sind somit der erste der averroistischen Kommentare des späten 13. Jahrhunderts, der in einer textkritischen Edition erscheint. Die Quaestionen enthalten eine eingehende Analyse der Frage nach der ersten Materie (<i>prima materia</i>). Daneben beschäftigen sie sich mit klassischen Problemen, die den Kern der Kontroverse um den Averroismus bildeten: die Lehre von der Ewigkeit der Welt (<i>aeternitas mundi</i>) und damit verbunden die Frage nach der Möglichkeit einer Schöpfung (<i>creatio ex nihilo, creatio in tempore</i>). Neben diesen traditionell averroistischen Problemen werden bei Aegidius auch Fragen erörtert, die mit der Lehre von den Sakramenten zusammenhängen und, gerade kurz nach 1277, ein besonders heikles Thema waren.

Subjects: Classical philosophy

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