1887
Volume 11, Issue 1
  • ISSN 0272-2690
  • E-ISSN: 1569-9889
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Abstract

ZUSAMMENFASSUNGDer verlorene Kampf um zweisprachiges Gleichgewicht bei den Deutschen in AmerikaDiese Studie vergleicht die sprachliche Assimilierung von zwei verschiedenen Konfessionen deutsch-amerikanischer Kirchen, der Evangelischen Synode des Westens (später Teil der Evangelisch-Reformierten Kirche) und der Evangelisch-Lutherischen Synode von Missouri und anderen Staaten, heute allgemein bekannt als die "Missouri Lutheran Church."Trotz ihrer unterschiedlichen theologischen Ausrichtungen hatten diese beiden Körperschaften zunächst der Anglisierung gegenüber eine åhnliche Sprachhaltung eingenommen, im Laufe der Zeit war es jedoch die LCMS (Lutheran Church, Missouri Synod), die der Anglisierung aufgrund ihrer Betonung der theologischen Unverfälschtheit stärker widerstand. Doch nach 1882, als die deutsche Einwanderung das Hoch überschritten hatte und der Zustrom neuer Mitglieder abzunehmen begann, stellten beide Kirchen fest, daB ihre jüngeren, in Amerika geborenen Mitglieder allmählich anglisiert wurden, sodaB die Forderung nach englischsprachigen Gottesdiensten sich deutlicher bemerkbar machte. Beide Konfessionen unterhielten deutschsprachige Gemeindeschulen. Als Folge einer Fehlauffassung vom Wesen der Zweisprachigkeit glaubten sie jedoch, daB der Gebrauch von Englisch als Unterrichtssprache in den Säkularfachern der Erhaltung der deutschen Sprache so lange nicht abträglich sein würde, wie "religiose" Fächer weiter auf Deutsch unterrichtet würden.Die Sprachpolitik dieser Kirchen und dabei ihrer Schulen war versteckt auf Angleichung ausgerichtet, indem die Säkularfacher auf Englisch angeboten wurden und folglich Kinder daraus hervorgingen, die nicht mehr zweisprachig waren mit deutscher Sprachdominanz, sondern bei denen Englisch jetzt sprachdominant wurde.RESUMOLa malvenka batalo por dulingva ekvilibro ce la germanaj usonanojLa anglalingvigo de du gravaj uson-germanaj protestantismaj konfesioj interese kontrastas. Malgraü siaj teologiaj malsimiloj, la du eklezioj komence sekvis similajn politikojn pri la angla lingvo, sed poste la Missouri-eklezio, pro sia teologia puremo, pli forte ol la Evangelia Sinodo rezistis la anglalingvigon. Post 1882, tamen, kiam la germana migrado al Usono preterpasis sian pinton kaj la enfluo de novaj anoj ekfalis, ambaü eklezioj rimarkis kreskantajn anglalingvigon ce siaj usone naskitaj anoj kaj postulojn je anglalingvaj ritoj. Ambaü eklezioj funkciigis germanlingvajn lernejojn, sed miskredis ke tiuj lernejoj povas instrui la "laikajn" fakojn anglalingve (kaj nur la "religiajn" fakojn germane) sen dangero al la plua vigleco de la germana. Tiu instrua praktiko estis, tamen, kasa relingvigilo: gi produktis ne germanpreferajn sed anglapreferajn kaj nur provizorajn dulingvulojn.
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/content/journals/10.1075/lplp.11.1.06sch
1987-01-01
2019-09-20
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