1887
Reinardus: Yearbook of the International Reynard Society. Volume 25 (2013)
  • ISSN 0925-4757
  • E-ISSN: 1569-9951
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Abstract

In den theologischen Werken des Albertus Magnus, die vornehmlich den Bereich der Bibelexegese abdecken und einem paränetischen Zweck dienen, erscheint der Wolf als das Sinnbild der Bosheit von Menschen, deren Verhalten durch instinktive Feindseligkeit und Hinterlist gegenüber den Schwächeren und Gutmutigen geprägt ist. Wie dem tierischen Verhalten des Wolfes der Jagdinstinkt als Motor zugrunde liegt, so treibt die Menschen, auf die die Metapher des Wolfes zutrifft – gemeint sind damit oft die Weltkleriker –, das ausbeuterische Streben nach materiellen Gütern an. Die Zähmung des animalischen Wesens des Wolfes und die Korrektur derartiger Charaktereigenschaften des Menschen scheinen zwar unmöglich zu sein, sind aber die Voraussetzung des Überlebens der Schwächeren und des friedlichen Miteinanders der ‘räuberischen Wölfe’ und der ‘sanftmütigen Schafe’. Der allegorischen und moralisierenden Adaption der Figur des Wolfes liegt dessen naturkundlicher Begriff zugrunde, den Albertus Magnus in seinen zoologischen Schriften auf der Basis literarischer Quellen, mündlicher Fremdberichte und eigener Beobachtungen arstellt.
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2013-01-01
2019-09-22
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